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Die Bilder der unten abgebildeten Raupe hatten mich unheimlich gefreut, war es doch die erste Raupe von Hanomag, die mir vor die Linse geriet. Doch die technischen Daten des angehängten Steckbriefs ließen beim Abgleich mit der vorhandenen Literatur Zweifel an der Richtigkeit aufkommen: Typ K55 mit 50 PS aus dem Baujahr 1946. Zu der Zeit hat Hanomag gemäß den Fachbüchern keine Kettenraupen gebaut, erst ab 1948 den KV50, den K55 sogar erst ab 1950. Die Kühlermasken sollen bei beiden Modellen mehrfach geändert worden sein, bei beiden trifft die hier gezeigte Ausführung zu.
Daher beschreibe ich hier alle Nachkriegsmodelle der 50/55 PS Leistungsklasse, vielleicht findet ja einer der Leser die richtige Zuordnung der Fotos heraus.
Hanomag KV 50 Kettenschlepper
Ab 1948 lieferte Hanomag auch wieder Kettenschlepper aus. Der KV50 war weitgehend identisch mit dem Vorkriegsmodell K50 mit Lenkrad. Angetrieben vom Motor D52 mit 50 PS hatte er ein bewährtes Antriebsaggregat, das auch in vielen Radschleppern eingesetzt wurde. Im Export war die Raupe ein Erfolg, größere Stückzahlen gingen in die Türkei und nach Afrika.
Hanomag K55 Kettenschlepper
Schon 1950 löste der K55 den KV50 ab. Die wesentliche Änderung bestand im Einbau des größeren D57 Motors mit 55 PS. Die Kühlermaske wurde mehrfach geändert und entsprach zum Schluss der Maske des Radschleppers R45. Da sich Anfang der fünfziger Jahre Kettenraupen gut verkauften, wurde auch das Zubehör immer weiter verbessert und erweitert. So waren z.B. Frontlader, Überkopflader, Planierschilde und Aufreißer lieferbar. Die Variante K55 W war baugleich, war aber serienmäßig mit Seilwinde und Getriebegehäuse aus Gußstahl ausgestattet.
Hanomag K55 S Schmalspur-Kettenschlepper
Für beengte Einsatzverhältnisse wie Weinberge, Obstplantagen oder enge Höfe war die Schmalspurversion K55S gedacht. Bis auf die schmale Spur und geringere Kettenbreite war der Schlepper baugleich zum K55.
Hanomag K55 E Kettenschlepper
Um den K55 für den Einsatz als Planierraupe zu optimieren, wurden beim K55E die Ketten verbreitert und der Unterboden verstärkt. Mit Anbaugeräten von Zulieferfirmen war der Schlepper nun ein optimales Gerät für Baufirmen, wo auch in späteren Jahren die Hauptaufgabe von Kettenschleppern lag.
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