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Nutzfahrzeuge - Betz -

 

Betz Straßenzugmaschinen

In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts übernahm Ludwig Betz eine Generalvertretung für Straßenzugmaschinen der Firma Bob aus Hamburg. Später kam auch eine Generalvertretung für Klöckner Humboldt Deutz dazu.

Nach dem Krieg, wahrscheinlich 1948 begann bei Betz die Produktion eigener Traktoren. Der Betz BD22 erhielt als Antrieb einen Deutz Motor und ein ZF Getriebe. Der Sohn Otto Betz begann auf Kundennachfrage mit der Konstruktion einer Straßenzugmaschine, deren erstes Exemplar wahrscheinlich 1950 zur Auslieferung kam.

Diese Fahrzeugart war damals sehr beliebt. Ausgelegt für Kurzstrecken mit relativ geringen Endgeschwindigkeiten waren schon vor dem Krieg viele Zugmaschinenhersteller tätig. Der Vorteil der kompakten Bauweise lag in der enormen Wendigkeit, die auch den Einsatz in engen Hinterhöfen und in Fabrikhallen zuließ. Das damals meist von Hand auszuführende, zeitaufwendige Be- und Entladen konnte mit abgekoppelten Hängern erfolgen, die Zugmaschine zog derweil mit anderen Hängern ihre Kreise.

Bei Betz entwickelte sich die Nachfrage nach weiteren Zugmaschinen gut, weitere Bestellungen folgten. Die luftgekühlten Deutz Motoren wurden immer größer, vom Zweizylinder wurde nach und nach aufgerüstet auf Drei- und Vierzylinder. Achsen und Getriebe wurden aus der LKW-Produktion von Ford zugekauft, die Karosserie (Motorhaube, Kotflügel und Fahrerhaus) kamen von der Firma Hall Fahrzeugbau aus Köln. Standardmäßig waren die Zugmaschinen mit einer Einkreis-Druckluftbremsanlage für den Anhängerbetrieb ausgestattet. Alle Fahrzeuge wurden mit Einzelabnahme zugelassen, deshalb konnten auch Sonderwünsche der Kunden berücksichtigt werden. Dadurch gab es aber auch Unterschiede in den technischen Daten, jedes Fahrzeug ist ein Unikat!

Gegen Ende der Produktion wurden auch Fahrerhäuser aus Serien von Magirus verwendet und Deutz Reihen-Sechszylinder Motoren mit einer Leistung von bis zu 80 PS eingebaut. Ebenfalls in dieser Zeit kamen in geringer Stückzahl noch normale LKWs und solche mit Wechselpritsche (Huckepack-System) zum Einsatz. Von all diesen Fahrzeugen hat wahrscheinlich kein Exemplar überlebt. 1961 beendete Otto Betz die Produktion und schloss die Tore seiner Firma für immer, wie es heißt aus privaten Gründen.
Hier die ungefähre Stückzahl der produzierten Fahrzeuge:

  • 80 Traktoren
  • 400 Straßenzugmaschinen
  • 20 LKW mit Langchassis
  • 10 LKW mit Wechselpritsche

Überlebt haben gemäß aufwendiger Recherchen vom Roland Wolf:

  • 2 Traktoren
  • 9 Straßenzugmaschinen (2 St. 2-Zyl., 6 St. 3-Zyl, 1 St. 4-Zyl.)
    (eventuell noch ein weiteres Exemplar im benachbarten Ausland)
  • keine LKW

Betz Fahrzeuge sind also heute extrem selten. In Anbetracht des raren Angebots werde ich hier jedes Exemplar veröffentlichen, von dem ich Fotos bekommen kann.

  NEU 

 Link zu den Traktoren von Betz.

In den Beschreibungsseiten der Fahrzeuge finden Sie:

  • Kurzbeschreibung des Fahrzeugs
  • Mehrere Bilder unterschiedlicher Perspektiven und / oder Fahrzeuge.
  • Technische Daten Fahrzeug, Motor, Getriebe, Bremsen und Zubehör
     

Klicken Sie in die Bilder und Sie kommen zu den Fahrzeugbeschreibungen

Betz Straßenzugmaschine 2-Zyl 03k

Betz Straßenzugmaschine 01k

Betz Straßenzugmaschine 3-Zyl 01k

Betz Straßenzugmaschine rot-beige 01k

Betz Straßenzugmaschine 4-Zyl 04k

2 Zyl, 30 PS

3 Zyl, 45 PS

3 Zyl, 45 PS

3 Zyl, 45 PS

4 Zyl, 54 PS

 

 

 

 

 

 

 

 




Text: Peter Kautz
Fotos: siehe Fahrzeugbeschreibungen