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Da mir in den Jahren meiner Motivsuche nur ein einziger Deutz Raupenschlepper vor die Linse gekommen ist, fasse ich hier die Schlepperbeschreibungen zusammen. Sollten Fotos weiterer Typen dazukommen, wird diese Seite entsprechend ergänzt.
Als Deutz 1953 in den Bau von Raupenschleppern einstieg, waren Konkurrenten wie Hanomag und Lanz schon länger in dieser Sparte tätig und auch in gewissem Maß erfolgreich. Nach kurzer Zeit erkannte man jedoch bei Deutz, das der Bedarf an Kettenschleppern mehr im Bereich der Bauwirtschaft vorhanden war. Also wurden die Schlepper so umkonstruiert, dass eine Verwendung sowohl in der Bau- als auch Landwirtschaft möglich war. Dazu gehörte insbesondere eine Verkürzung der vorne lang überhängenden Front sowie eine Abschrägung den Frontgrills, um den Betrieb von Planierschilden und Frontladern zu ermöglichen.
Raupenschlepper 60 PS
Dieses erste Modell war noch konsequent auf die Verwendung in der Landwirtschaft ausgelegt. Eine lang überhängende Frontpartie mit einer langen Haube und Kühlergrill ähnlich den damals gebauten Traktoren - die Verwandtschaft war unübersehbar. Als Motor wurde der Vierzylinder F4L514 mit 60 PS Leistung eingesetzt. Für die Verwendung auf moorigen Böden konnten überbreite Ketten in 60 cm Breite geordert werden.
D60B, ab 1956 umbenannt in DK 60
Der D60B berücksichtigte schon die Anforderungen der Bauwirtschaft, er hatte die oben genannte neue Fronpartie und konnte mit Hilfe von Zulieferern zum Beispiel als Panierraupe ausgestattet werden. Motor, Getriebe und auch die unterschiedlichen Kettenbreiten inklusive der speziellen Ausführung für Moore wurden vom Vorgänger übernommen.
Raupenschlepper 90 PS, ab 1956 umbenannt in DK 90
Um mehr Leistung zur Verfügung zu haben, wurde 1955 unter einer langen Haube der Sechszylinder F6L514 in diesen Kettenschlepper verbaut, der nur für die Bauwirtschaft konzipiert war. Der ausgereifte Motor lief auch in verschiedenen Lastwagen von Magirus und Faun. Ein Kuriosum der Raupe war, das sie rückwärts (über 11 km/h) schneller lief als vorwärts.
DK 75
Der DK75 löste den DK60 ab. Mit der Bezeichnung hat Deutz ein bisschen Augenwischerei betrieben, der DK75 hatte nur 65 PS, die dem altbekannten Motor durch Drehzahlerhöhung entlockt wurden. Ansonsten wurden gegenüber dem Vorgänger das Laufwerk verbessert und das Zubehörprogramm für die Bauwirtschaft erweitert. Auch eine geschlossene Kabine war lieferbar.
DK 100
Auch der DK90 wurde 1960 abgelöst, sein Nachfolger DK100 hatte auch die im Namen suggerierten 100 PS. Die Leistungssteigerung erfolgte durch Drehzahlerhöhung des Motors F6L514. Ansonsten gab es keine nennenswerten Änderungen zum Vorgänger.
Die späteren Modelle der Kettenschlepper, deren Namen nicht mehr mit "DK" begannen, sondern z.B. mit "DL" oder "DR", waren nur noch reine Baumaschinen, nicht mehr für die Landwirtschaft konstruiert. Deshalb wird hier nicht weiter auf sie eingegangen.
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