Im Laufe des Jahres 1942 wurden private Fahrzeuge mit flüssigem Treibstoff verboten, Holzgas sollte als Ersatz herhalten. Auch Fahr musste mitziehen, der Holzgasschlepper Fahr HG25 kam in den folgenden Jahren zum Einsatz. Ein gewaltiger Trumm, der auch den Holzgasgenerator unter seiner großen Haube verbarg.
Bei Fahr wurde der HG25 mit zwei unterschiedlichen Motoren angeboten: für das Militär kam der Deutz Motor GF2M115 zum Einsatz, für zivile Anwendungen der Güldner Motor 2Z. Beide Motoren waren Zweizylinder mit knapp vier Litern Hubraum und 25 PS Leistung. Bei beiden sorgte der Einheits-Holzgasgenerator EG60 des Herstellers Imbert für die Holzvergasung.
Mit einem Verbrauch von gut 15 kg Holz pro Betriebsstunde reichte die Holzfüllung von 75 kg nicht für einen ganzen Arbeitstag. Ersatz musste also mitgeführt werden, um weiter arbeiten zu können. Ein harter Job, der oft genug von Frauen ausgeführt werden musste, da die Männer in den Staatsdienst gezwungen waren. Auch waren die Vorarbeiten des Holzzuschnitts und die Nacharbeiten der Kesselreinigung aufwendig und zeitintensiv. Trotzdem lobte Fahr in der damaligen Werbung den Schlepper in den höchsten Tönen.
Da nach dem Krieg Neu- und Weiterentwicklungen durch die Besatzungsmächte verboten waren, blieb der HG25 bis Ende 1948 im Lieferprogramm. Erst danach konnte Fahr wieder Dieselschlepper produzieren und die erhaltenen Holzgasschlepper auf Dieselbetrieb umstellen.
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